Warum Religionsunterricht an der BBS 14?

Interkultureller Kalender Niedersachsen

Hier geht es zum interkulturellen Kalender Niedersachsen 2016.

 

Rechtliche Grundlagen

Der Religionsunterricht ist als einziges Unterrichtsfach in unserer Verfassung verankert. Nach Art. 7 Abs. 3 des Grundgesetzes ist der Religionsunterricht ein "ordentliches Lehrfach" an den allgemeinbildenden und beruflichen Schulen.

Wie alle anderen Fächer unterliegt der Religionsunterricht der staatlichen Schulaufsicht. Gleichzeitig wird er "in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religionsgemeinschaften erteilt". Das heißt, dass die Kirchen und Religionsgemeinschaften die Inhalte und Ziele des Religionsunterrichts verantworten.

 

Religionsfreiheit

Gemäß Art. 4 des Grundgesetzes garantiert der Staat allen Bürgerinnen und Bürgern die Glaubens- und Gewissensfreiheit. Der Religionsunterricht soll die Schülerinnen und Schüler befähigen, davon Gebrauch zu machen und in religiösen Fragen urteilsfähig zu werden.

Das beinhaltet auch, dass die Schülerinnen und Schüler jederzeit das Recht haben, sich vom Religionsunterricht abzumelden.

 

Zielsetzung

Im Sommer 2010 sind die neuen Rahmenrichtlinien für das Fach Religion an berufsbildenden Schulen verabschiedet worden. Bei ihrer Erstellung haben die evangelische und katholische Kirche eine gemeinsame Zielsetzung formuliert, wonach die Schülerinnen und Schüler im Religionsunterricht dem christlichen Glauben begegnen sollen. Sie setzen sich mit den Konfessionen, Religionen und Weltanschauungen auseinander. Dabei deuten sie die auch durch Ausbildung und Beruf geprägten Lebenssituationen und entwickeln Konzepte zu selbstbestimmtem, verantwortlichem und solidarischem Leben.

Der Unterricht trägt dazu bei, Orientierung in Fragen und Inhalten des christlichen Glaubens und der Religionen zu geben, ohne die Schülerinnen und Schüler auf ein spezifisch christliches Bekenntnis zu verpflichten oder dieses bei ihnen voraussetzen zu können.

 

Religiöse Kompetenz

Die Erschließung religiöser Dimensionen basiert nicht nur auf dem Erwerb von Kompetenzen, die aus Sicht der christlichen Tradition unverzichtbar sind, sondern auch auf einer Stärkung der Selbst- und Wahrnehmungskompetenz sowie die Ermutigung zum verantwortlichen Handeln.

 

Arbeit mit den Richtlinien

Für den Religionsunterricht werden schulische Arbeitspläne aufgestellt, die die jeweiligen Bildungsgänge an der Schule berücksichtigen. Die Grundlage hierfür bilden die drei Lernfelder „Den Menschen aus christlicher Perspektive wahrnehmen“ – „Religiöses Leben deuten“ – „Verantwortungsbewusst handeln“. Mindestens zwei Drittel der zur Verfügung stehenden Unterrichtszeit werden planerisch durch die Lernfelder abgedeckt. Das weitere Drittel bietet Raum für aktuelle oder lerngruppenspezifische Unterrichtsinhalte.

 

Die zu erwerbenden Kompetenzen in den Lernfeldern beziehen sich auf diese theologischen Unterrichtsbezüge:

- Gott
- Jesus Christus
- Sinn und Orientierung
- Verantwortung
- Kirche
- Interreligiöser Dialog

 

 



Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Räume der beiden schulnahen Kirchengemeinden – der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde (evangelisch) und der Pfarrgemeinde St. Martin (katholisch) – zu nutzen: