Tourismuskauffrau (Kauffrau für Privat- und Geschäftsreisen)/Tourismuskaufmann (Kaufmann für Privat- und Geschäftsreisen)

 

Download: Entschuldigungsformular

Download: Freistellung vom Berufsschulunterricht

 

Vom 1. August 2011 an ist dieser neue Ausbildungsberuf an die Stelle der bisherigen Reiseverkehrskaufleute getreten. Die Verordnung über die Berufsausbildung vom 19. Mai 2011 strukturiert das neue Berufsbild wie folgt:



1. Berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in den Pflichtqualifikationseinheiten
Diese Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten müssen allen Auszubildenden vermittelt werden, unabhängig von der Ausrichtung des Ausbildungsbetriebes. Sollten einige Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten aufgrund der Struktur des Ausbildungsbetriebes nicht vermittelt werden können, kann die Möglichkeit eines Ausbildungsverbundes geprüft werden.

 

Gestaltung von Produkten und Leistungen   Touristisches Marketing
- Tourismusspezifische Systematik
- Destinationen
- Produkte und Leistungen
- Eigenveranstaltungen
- Nachhaltigkeit und Umweltaspekte im Tourismus

- Marktanalyse und Marketingmaßnahmen
- Werbung und Verkaufsförderung
- Vertriebs- und Absatzkanäle
- Öffentlichkeitsarbeit
 Service und Qualität Kommunikation, Kundenberatung und Verkauf
- Serviceleistungen
- Qualitätssicherung im Service

- Kundenorientierte Kommunikation, Kundenbetreuung
- Beschwerdemanagement
- Anwenden einer Fremdsprache bei Fachaufgaben
Rechtliche Grundlagen des Tourismus  Kaufmännische Steuerung
- Vertragsrecht
- Reise- und Beförderungsrecht

- Rechnerische Abwicklung und Zahlungsverkehr
- Kosten- und Leistungsrechnung
- Kaufmännische Steuerung
- Unternehmerisches Handeln

   
   
   
   
   
   

2. Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
in einer der Wahlqualifikationseinheiten

Zu Beginn der Ausbildung muss der Ausbildungsbetrieb eine der Wahlqualifikationen „Reisevermittlung“,
„Reiseveranstaltung“ oder „Geschäftsreisen“ festlegen. Die zeitliche Gliederung empfiehlt die Inhalte der
Wahlqualifikation im Betrieb während des dritten Ausbildungsjahres vertieft zu vermitteln. Über das Angebot
der Wahlqualifikation entscheidet der Ausbildungsbetrieb (in Abstimmung mit der IHK).
Im Rahmen der mündlichen Abschlussprüfung (fallbezogenes Fachgespräch) werden vorrangig die Fertigkeiten,
Kenntnisse und Fähigkeiten aus der jeweiligen Wahlqualifikation für die Prüfung zu Grunde gelegt.
Leistungsstarke Auszubildende haben die Möglichkeit, sich in einer zweiten Wahlqualifikation (in einem weiteren
fallbezogenen Fachgespräch) prüfen zu lassen. Der Auszubildende muss glaubhaft machen, dass die
dafür erforderlichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt worden sind. Das Bestehen der zusätzlichen
Prüfung wird auf einem IHK-Zertifikat bestätigt.
Der Heterogenität der Tourismusbranche wird durch die Differenzierungsmöglichkeiten in den Wahlpflichtqualifikationseinheiten entsprochen.